logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Mittwoch, 06.05.2009

Der Endspurt

Ja, lang hat sich nichts mehr getan, und ich kann euch versprechen, dass das auch erstmal so bleibt. Das "Final Project" ist zwar jetzt nach langem endlich im Kasten wie dieser kleine Zettel beweisen soll,



aber am Ende sind wir damit leider noch nicht. Ohne Pause gehts weiter in die Examen. Nicht genug Zeit also um euch mit, bis ins detail durchdachten, amüsanten, spannenden, vielleicht auch nachdenklichen, mit schönen Bilder gespickten Beiträgen zu entertainen.

Hier also kurz die Schlagzeilen der letzten Wochen im schnelldurchlauf und wir lesen uns wieder ab dem 20.Mai

- Bildung: Große Verzweiflung, so viel Projekt und so wenig Zeit.

- Freizeit & Reisen: Die grüne Insel, immer eine Reise Wert!

- Wirtschaft: Steigende Bierpreise sorgen für Unruhe bei den Konsumenten.

- Motor & Technik: Großes Bangen, ist "Scrap" bewappnet für die große Fahrt?

- Immobilien: Studentenbutzenmarkt boomt nach Expertenaussage ab dem 5.Juni

- Sport: Shortt und Hara belegen 2. und 3. Platz im Golfen bei den Wrexham-open.

- Wetter: Morgens Sonne, mittags bewölkt, abends Regen, teils mit böigem Wind, Temperatur zwischen 10°C und 20°C nachts etwas schattiger

Mittwoch, 18.03.2009

INTRODUCTION

It´s time to tell you and the rest of the world how we get introduced when entering the club!

Muss man sich mit Donner, Regen und soner “Boxkampf-Ansagerstimme“ vorstellen… achja und mit Hells Bells im Hintergrund. !Sau wichtig!

You can't stop it
You can't escape it
You can't turn it off
So I'd appreciate your kind consideration in this matter
Sir or Mam would you please shut the fuck up and listen

Let me present to you....

Unleashed in the east
Best dressed in the west
Sorted in the north
Without a doubt in the south

The kings of king-prawns
Lions of Judah
Phoenix from the ashes risen

Undefeated undisputed featherweight champions on all five continents

World record holders with a high score of two gazillion in snakes & ladders
Two-time recipient of the Nobel Prize for most delicious males ever and war time consiglieres to the Cosa Nostra

They split the atom, invented the x-ray, they are the cure for AIDS and the surprise blindfold greeting

They performed and choreographed the fights for Bruce Lee in Enter the Dragon and Game of death and still does stunt doubles for Chuck Norris on the weekends

They suckerpunched Einstein, outsmarted Ali and even outsuperfreaked Rick James

They´re listed in section 202 of the United Nations Security Act of 1979 as being too hot to wear tight sweaters on international airspace.

In this world of tension pressure and pain they are known by men and women of all origin and faith for their wisdom, compassion, and relentless determination in the quest to get paid

Dienstag, 03.03.2009

Der schwankende große Fisch und die kleinen torkelnden Guppys

Da waren wir also vier betrunkene Deutsche, in einer Audi Limusine, randvoll mit leeren Bierdosen, direkt vor den Toren der Carling Arena und sangen uns zu Bang Bang von Nancy Sinatra die Kehle aus dem Leib das die Stillwater Jungs, mit ihrer Tiny Dancer Version aus Almoust Famous, blass geworden wären. Es riecht nach Bier, kalten Qualm und jeder Menge Testosteron. Ein kurzes Lächeln war das Zeichen zum Ausstieg und erstürmen der Nacht……

7 Stunden früher

Endlich war es soweit! Das lang angekündigte Großereignis an der Mersey stand kurz bevor, wir total neben uns und der rote Schrott Kopf.



Aus Gründen die noch ungeklärt sind wollte der riesen Pickel uns heute noch weniger umher kutschieren als sonst und ließ uns schon nach weinigen Meilen keine andere Wahl als umzukehren und einen Plan B aus dem Ärmel zu schütteln. Aus geklärten Gründen, nämlich weil scrap ein Arschloch ist, haben wir uns dann entschlossen die Bierkartons in Simons Audi zu karren und das Weite zu suchen. Die eigentliche Planung sah eine Nächtigung im Auto vor was bei dem Platzangebot in einem T3 Wohnwagen durchaus komfortabel erschien…..

2 Stunden später

Die Stadt der Pilzköpfe und wir, nach einer kurzen Suche, mit dem Penthouse-Parkplatz inklusive direktem Arena Blick auf der Rechten und einer unheimlich hilfreichen Parkscheinautomateuhr auf der Linken. Die Intervalle mit denen der Fußraum sich mit leeren Bierdosen füllt verkürzten sich zunehmenden und das Gelächter welches die abendliche Metropole im englischen Nordwesten durchhalte wurde zunehmend lauter…..



Eine Denkeinheit der Beteiligten

Markus Richter aka Richi: Warum zur Hölle nennen mich diese Klopsköpfe heute Richard, Rudolf, Reinhart, Rafael und all sowas. Na egal solange das Bier fließt ist mir alles recht.

Benjamin Harazim aka Hara: AHH heut Abend endlich malwieder Trompeten und ich… Na sieh mal einer guck, Bier in meiner Hand *Schluck*
AHH Heut Abend endlich malwieder Trompeten und ich… Na sieh mal einer guck, Bier in meiner Hand *Schluck*
AHH Heut Abend endlich malwieder Trompeten und ich… Na sieh mal einer guck, Bier in meiner Hand *Schluck*…..

Simon Strehler: Oiso i vasteh net oise wos da thomas do so red, wei i bin jo a do aufd Weid kema und nua des boarischn mächtig.

Thomas Diester aka shortt: *Tüte Milch kippt um* und ein *Affe mit zwei Becken applaudiert, während drei untenrum nackte Clowns durchs Bild Räder schlagen und die Überlegenheit des Intellektes zelebrieren *

Wenige Minuten später

Macht sich diese illustre Runde auf in die Carling Arena. Das Konzert als solches ist nur schwer in Worte zu fassen aber die Randbedingungen sind es nicht. Man kann sich ein Kellergewölbe vorstellen, welches den wohl besten Tontechniker der Welt beschäftigt. Ein Service der die durstigen Gäste gern mit nicht aktuellen Preistafeln lockt und einer Raucherdiskriminierung die Ihresgleichen sucht. Die Hauptattraktion des Abends ist wirklich zu Recht Weltbekannt und auch ohne ihre Stamm-Trompeter ein sehr sehenswertes Ensemble. Auf jeden Fall gut genug um einen vollkommen zermoshten Hara sich, 2 Stunden nach Beginn des Konzerts, aus der Menge Kämpfen zu sehen. Das sollte meiner Ansicht nach eh als höchste Würde und Maßstab in der Musikwelt gelten!
















3 Stunden später

Eine vom Alkohol und jetzt schon durchzechten Nacht gezeichnete Gruppe von halb starken macht sich, nach einem verschwitzen Lächeln, auf die, von Einheimischen empfohlenen, Lokalitäten des schönen Liverpools zu entweihen.



Der Rest des Abends ist Geschichte und sollte, mit seinen vielen schmutzigen Details, in den Köpfen der Beteiligten und nur da bleiben. Was ich zum Abschluss schreiben möchte ist das wir überlebt haben und, dies hoffentlich in Namen meiner vier Mitstreiter, DIE NACHT WAR PUNK ROCK!



P.S.: Noch einmal vielen Dank an Shortt, der sich an diesem Abend bereit erklärt hatte, vom Alkohol abstand zu nehmen um uns alle sicher und wohl behalten nach Hause zu befördern.

Dienstag, 03.02.2009

Der schwankende große Fisch

Nur um einige von euch unheimlich neidisch zu machen, hier ein kleiner Blick auf meine Pinnwand:

Sonntag, 01.02.2009

Schneechaos in Großbritannien

Die Nachrichten schreiben, dass die nächste Woche eine der kältesten Wochen seit 30 Jahren auf der Insel werden soll. Experten rechnen mit einem Verkehrschaos und die Bevölkerung reagiert mit Panik und Hamsterkäufen.



Das ist jetzt kein Scherz. Im Aldi sind die Regale leergekauft und es wird schon bei Plusgraden Salz gestreut

Und schon wieder ein neues Semester

Ja, lang ist hier nichts mehr passiert. Es blieb nicht unbedingt viel Zeit zwischen den ganzen Assignments und Examen den Blogg auf dem Laufenden zu halten, aber zum Glück ist es jetzt endlich wieder ein wenig ruhiger geworden, so dass wir einiges nachholen können. Hier also nochmal ein kleiner Nachtrag vom letzten Jahr.

Snow in Snowdonia, oder die Besteigung des Berges neben dem höchsten Berg in Wales

Als aktives Mitglied des „North East Wales Mountaineering Clubs” war es natürlich eine Pflicht für mich und wohl auch eher eine willkommende Gelegenheit dem schon verhassten Schreibtisch zu entfliehen, an dessen Jahresabschlussfahrt teilzunehmen. Hoch hinaus sollte es natürlich gehen und da es in dieser Hinsicht in Wales nicht allzu viel Auswahl gibt fiel die Wahl recht schnell auf „Snowdonia“, einen kleinen Gebirgszug in mitten des Landes mit immerhin auch bis zu 1300m ü.N.N. Da Thomas auch dringend mal wieder frische Luft in den Lungenflügeln brauchte war er gleich mit dabei, auch wenn es ein wenig dauerte ihn zu überzeugen, dass die Fortbewegung in den Bergen ganz ohne Brett unter den Füßen und dann auch noch Bergauf auch sehr reizvoll sein kann. Angenehm war, dass Matt - unser Präsident – und seine Freundin sich komplett um die organisatorischen Dinge gekümmert haben und wir uns um Unterkunft, Verpflegung und Ausrüstung keine Gedanken mehr machen brauchten. Los ging’s also samstags früh im Morgengrauen vom verlassenen Unigelände mit knapp 20 Mann in einem kleinen Bus. Erst an der Küste entlang und dann auf kurvigen, engen Straßen zur kleinen Scout-Hütte, die uns als Ausgangspunkt und Nachtlager diente. Nach dem Ausladen ging’s natürlich dann auch gleich in kleinen Gruppen in alle Himmelsrichtungen auf Erkundungstour die Berge rauf.





Tagesziel war für uns an diesem Samstag der Glynder Fawr. Mit seinen knapp 1000m nicht unbedingt ein Riese, nicht zu unterschätzen aber natürlich kein Problem für einen erfahrenen Bergsteiger wie mich :).



Mein Respekt gebührt hierbei meinem jungen „Padavan“, der auch ohne sommerliches Höhentraining in Rumänien immer vorne mit dabei war.


Wenn ich hier von knapp 1000m spreche, dann mein ich 999m. Ein winziger Meter hätte Thomas also noch bis zu seiner ersten Tausender Besteigung gefehlt. Die Mühe hat sich aber auch so gelohnt, denn der Ausblick war einfach stunningly beautiful.







Erschöpft wieder in der Hütte angekommen gab es erstmal Essen und endlich kamen wir auch in den Genuss unser Bier selbst zu Pumpen. Ja genau, ihr hab richtig gelesen, das etwas träge britische Bier kommt mangels Kohlensäure einfach nicht von allein aus dem Fässchen, es muss mittels mehreren Hüben per Muskelkraft ins Glas befördert werden.



Wenn man schnell genug ist, bekommt man sogar eine Millimeter dicke Schaumkrone hin, die sich aber auch genau so schnell wieder legt. Damit auch der letzte Schluck aus dem Fass läuft, wird hier zu jedem Fass ein schwerer Stahlrahmen mitgeliefert, der durch einen Federmechanismus das Fass ankippt wenn es leichter wird. Wär es da nicht einfacher ein wenig Kohlensäure ins Bier zu packen?

Der Abend wurde dann damit verbracht Spiele zu spielen, Klettervideos zu schauen und das Fass zu beobachten wie es sich langsam neigt.

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit. Unser erstes „real british breakfast“. Lange hatten wir drauf warten müssen. Mit allem was das Herz begehrt. Speck, Ei in jeglicher Form, labbrige Würstchen (mit einer Art Pappmaché gefüllt), Kartoffelecken, Toast und natürlich die berühmt-berüchtigten „baked beans“. Alles selbstverständlich völlig ungewürzt und salzlos. Genau die richtige Kost nach einem feucht-fröhlichen Abend.

Danach hat sich die Gesellschaft wieder aufgeteilt. Der eine Teil ging klettern, wofür es uns im Tal allerdings zu kalt und schattig war, also wieder den Berg rauf. Diesmal auf der anderen Seite des Tales.







Freitag, 21.11.2008

Wall of fame - Vor dem Cavern Pub in Liverpool


Auf der gesamten Frontseite des Clubs sind berühmte Rockmusiker und -bands verewigt, die hier schon einmal gespielt haben. Doch auf diesem Foto scheint etwas nicht zu stimmen.Wer findet den Fehler??


Montag, 03.11.2008

Wraxham calling



Wir möchten euch in diesem Abschnitt des Blogs gern in die doch etwas skurrile und verschrobene Welt des britischen Daseins entführen. Wir beginnen die kleine Odyssee, wo wohl alles beginnt, bei der allmorgendlichen Zwangskörperhygene. Dieser für uns „normal Europäer“ so alltägliche Ablauf, von Kindesbeinen an trainierter Bewegungen, wird in unserem Studentenwohnheim jeden Morgen wieder auf eine harte Probe und vor eine existenzielle Entscheidung gestellt. 





Wie ihr sehn könnt kann man sich zwischen zu heißen oder garstig kalten Wasser entscheiden. Diese Entscheidung artet zumeist in einem Spießrutenlauf der Hände zwischen den Beiden Wasserquellen aus und endet zu oft zu Gunsten des heißen und somit Verbrühungen und wütenden Empörungsschreien auslösenden linken. Nur um euch die Schadenfreude etwas zu nehmen ist das in der Dusche nicht der Fall. (Zwei Duschbrausen sind wohl sogar dem Briten zu doof^^).

Kurz nachdem das letzte Wimmern verstummt ist klopft für gewöhnlich Hara an die Tür und leitet das Frühstück ein. Auf das Essen möchten wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen, obwohl eine kleine Anmerkung können wir uns nicht verkneifen:“
 
Das Saftkonzentrat, welches sich in diesen Längengraden solcher Beliebtheit erfreut, heimtückisch lockend mit dem Ausruf "NO ADDED SUGAR", sollte mit einer ähnlichen Einheit wie die extrem scharfen Soßen bei uns versehen werden. Bei genauerer Betrachtung bietet sich eine Scoville-Skala sogar an. Also die Angabe wie viele Liter bzw. Badewannen Wasser man bracht um den Geschmack von Süßstoff zu übertünchen wäre äußerst hilfreich. Dabei haben wir Glück gehabt!! Falls der erste übermütige Schluck von diesem Gift in Saftgestallt, Grapefruit anstatt Multi-Vitamin gewesen wäre, würden wir heute noch mit dem Gesicht zur Faust geballt über den Campus torkeln.“

Sobald wir unser „Breakfast“ (ohne jegwelche Säfte) vollendet haben ist der Henkel meiner Lieblingstasse meistens soweit abgekühlt das ich den Inhalt auf unsere Fensterdurchreiche stellen kann. Eine kleine Anmerkung am Rande: „Also ich weiß es wiederspricht jeder Logik aber das Wasser in Great Briten ist schlicht heißer!! Es wurden viele Theorien von uns und unseren Studienkollegen aufgestellt, wir diskutierten über verschiedene Siedepunkte, Höhenmeter und Stromstärken aber keine dieser Mutmaßungen erklärt nur im geringsten wie verflucht heiß das scheiß Wasser hier wird. Meine Tasse hat nen verdammten Henkel und JA der wird zu heiß um die Tasse auch nur einen Meter weit zu tragen!!!

Ich schweife ab, also ich erinnere mich an diesen einen Tag wo es BEN und meine Wenigkeit in die Stadt gezogen hat um uns mit günstigen Prepaidkarten zu versorgen. Ohne Witz! Wir werden schwersten abgezockt in GOOD OLD GERMANY die telefonieren hier fürn Appel und n Pence, wohin auch immer sie wollen. Ich wette sie gebrauchen in etwa die Hälfte ihrer Freiminuten nur um den Wetterbericht abzurufen. Was hier nicht viel bringt, denn auf dem kurzen Weg in die Stadt hat es dreimal geregnet, zweimal genieselt, viermal gewittert und zwanzigmal gestürmt….
Wir kamen dann bei strahlendem Sonnenschein an und direkt an einem Kiosk vorbei, der in seinem Schaufenster jedem vorbeischreitenden die wichtigsten Meldungen des Tages offenbarte.
So erfuhren wir das Victoria B. wieder abgenommen hatte, Halle Barry sich für ihren neuen Film noch weiter entblößen würden (also nach dem Oscar prämierten Monsters Ball konnten das nur Herz, Leber und sonstige Innereien sein) und eine Frau aus Blablabla-irgendwas-HAM mit 80 gestorben ist. Die wirklich wichtigen Ereignisse versteckten sich in kleingedruckten Artikeln mittig, des mit Bildern übersäten, Papierwulstes. Wir müssen betonen dass es nicht THE SUN war und man mehr hätte erwarten können.

Nichts desto trotz spiegelt genau dieses kleine Medien-Erlebnis eine Kuriosität wieder, die einem im ehemaligen britische Commonwealth immer wieder begegnetet. Die Inselaffen denken tatsächlich sie würden auf einer großen Insel in mitten eines riesigen grünen Meeres treiben, weit weg von diesem ominösen „Kontinentaleuropa“. In ihrem ganz eigenen Gefühl für Entfernung liegt Amerika wohl in etwa da wo sich Irland befindet, Deutschland und Frankreich sind nicht weit von den Azoren und Australien eine heiße Zone in Bereich des Nahen Ostens. Alle anderen souveränen Staaten sind entweder ein Mythos oder nur mit dem Raumschiff zu erreichen.

Nun gut, weiter ging es. Ein rascher Blick auf die Uhr (der Jetlag macht uns immer noch zu schaffen!), die Zeiger punktierten Achtzehnhundert, „beste Pub Zeit“.
Nicht viel später befanden wir uns in einem und begannen unser Geld zum Fenster rauszuschmeißen. Wie halten die Briten das nur aus…. Ich meine all diese Wiedrichkeiten ohne Gewalt, Folksaufstände und sonstige Auflehnungen über sich ergehen zu lassen. Wir wissen nicht warum der Osten als Vorzeigeversuchsobjekt des Kommunismus herhalten musste. Die Briten wären viel besser damit klargekommen und hätten wahrscheinlich nicht einmal den Unterschied bemerkt. Sie stellen sich ohne zu murren an jede Schlange, kaufen meist schlechtes und überteuertes Essen, legen ein beeindruckendes Durchhaltevermögen an den Tag (Die Weiber laufen hier 24/7 nude umher) und in ihrem Gefühlsbild regiert die Gleichgültigkeit (immerhin stört die Weiber nicht wie sie aussehen). Die letzten zwei Punkte an die ich mich erinnern kann waren das die Pubs zu hell und leise für Verschwörungen sind und sich die meisten über 25 Jährigen eh wie ehemalige DDR Bürger kleiden.

Freitag, 10.10.2008

Mit dem Fahrrad bis ans Ende der Welt






Während Thomas seinem liebsten Hobby nachging und ordentlich
einen "Brettern" ging, hab ich die Gunst der Std. und das gute Wetter
genutzt um die Gegend um Wrexham mit dem Rad zu erkunden. Doch während ich so dahin radelte, das schöne Wetter genoss,
die Landschaft bestaunte und die Zeit um mich herum vergaß, riss mich ein
Hinweisschild aus meinen Träumen.



 










Das Ende der Welt, gleich neben der Blei-Mine. Na gut, dachte ich mir, dass lässt man sich doch nicht zweimal
sagen. Wer kann schon von sich behaupten am Ende der Welt gewesen
zu sein. Aufwärts ging’s, steil bergauf, fast senkrecht. Endlose
Kilometer. Aber für den Blick in den Abgrund haben sich die Strapazen gelohnt.











Wir sind zwar nicht am "Arsch" der Welt, aber man kann ihn von hieraus gut sehen.

Donnerstag, 02.10.2008

Die Uni




Ein kleiner Überblick



 



Trotz all dem Trubel sind wir doch gut in Wrexham angekommen,
konnten uns gut einleben, und haben auch schon einige Kontakte knüpfen können.



 



Die Glyndwr Universität (ausgesprochen wird’s Glindouer oder
so), benannt nach dem berühmten walisischem Freiheitskämpfer Owain Glyndwr, (erster
Prince of Wales, bei den Engländern jedoch als Terrorist verschrien) ist klein,
familiär und gut überschaubar.



 




Da unser Wohnheim sich direkt auf dem Campus befindet, ist
kein morgendlicher Stress nötig um die entsprechenden Räumlichkeiten pünktlich zu
erreichen. Für den Mietpreis, den wir hier zahlen müssen, hätten wir in
Deutschland wahrscheinlich statt einem begehbaren Wandschrank mit eingebautem
Klo ein voll möbliertes Apartment bekommen aber zum Studieren reichts allemal
und was wäre das ohne dem entsprechenden Flair.



Die einzelnen Zimmer sind so aufgeteilt, dass sich immer 4-6
Leute in einem Flur eine Küche teilen. Hara „upstairs“ mit zwei Deutschen, nem
Franzosen und einem Haufen Spaniern, die jeden Tag mehr zu werden scheinen.
Shortt im Erdgeschoß mit einem waschechten Engländer und zwei Franzosen, Samuel
und Hugo, mit denen wir an den letzten Tagen am meisten unternommen haben. Gekocht
wird meistens zusammen unten.



An dieser Stelle
würden wir euch gern um ein paar Vorschläge für ein gutes deutsches Mahl bitten damit wir uns bei den Franzosen für Crepes, Gratin bedanken können.



 



Der Sportbereich

Das Hauptgebäude mit Bibliothek


Der Innenhof

Kleine Session im Vorgarten






Nach einem harten, anstrengenden Studientag hat man dann im
auf dem Campus befindlichen Club, dem „Students Guild“, die Gelegenheit seine
Seele ein wenig baumeln zu lassen. Hier ist es zwar nicht unbedingt so gemütlich wie in den
Pubs drum herum, aber die Getränkepreise sind ein wenig der studentischen
Geldbörse angepasst, was bei den Preisen ganz angenehm ist.








Wrexham sieht genau aus, wie wir uns eine typische Britische
Kleinstadt so vorstellt haben. Winzige Häuschen, kleine Läden dazwischen überall kleine
Parks und Sportanlagen. Von der Fläche her aber größer als gedacht und am Wochenende
ist doch erstaunlich viel los in der Innenstadt.


Wer sich Wales als kaltes, dunkles, wolkenverhangenes Land vorstellt, in dem es immer regnet, liegt falsch. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Von 25 °C Sonne über Sprühregen zu Herbststürmen. Man bekommt hier alles und das im wechsel von 15 min. Auch gern mal alles auf einmal.




Mittwoch, 24.09.2008

Das Leihwagen Massaker

Die Überschrift könnte auch „Shortts Martyrium“ oder „Zwischen Himmle und Hölle – Die Geschichte eines Ford KA“ heißen. Da Versicherung etc. über shortt laufen war er genötigt den Wagen zu fahren. Was sich jetzt so salopp dahin schreibt war das volle Programm Konzentration und hat mich an die Grenzen meiner Belastbarkeit geführt! Mit Links schalten, Links fahren und auf einer kurzen Etappe auch noch nach dem richtigen Weg suchen… Der Wagen, der restliche Straßenverkehr und die Umwelt haben auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck von mir bekommen. Beispielsweise haben ich bei dem Wagen den Spiegel einmal sehr unsanft Zugeklappt, beim Wenden einen Hügel mit der Stoßstange geebnet und getestet ab welchem Winkel man auf oder entlang des Borsteins fährt. Alles im allem hatte auch Hara kein leichtes Los gezogen…. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei ihm für mindestens zwei verlorenen Lebensjahre und bei ganz Groß Britannien für den Straßen-terrorismus entschuldigen.

The Oxford nightmare


Das Abenteuer begann wie geplant am Samstag in der Frühe. Nach einem ausgiebigen Frühstück in good old Bbg ließen wir das faule Hartz4 Leben hinter uns um nach höherem zu streben. Während wir zügig und ohne weitere Vorkommnisse Deutschland, Holland und Belgien Richtung Calais in Frankreich passierten schlich sich trügerische Selbstsicherheit in unser Bewusstsein. Es konnte ja keiner Ahnen wie abenteuerlich sich die Reise noch gestalten würde.

Bis zum Anlegen in Dover war unser größtes Problem die Zeit auf der ekelhaft schaukelnden Fähre zu überbrücken ohne den Suff zu verfallen. Diese Hürde haben wir ebenso so gemeistert wie den ersten Kontakt mit dem englischen Straßenverkehr. Das Verkehrswesen hier beruht auf dem Prinzip des ganzjährigen „Gegenteiltages“ und birgt auch sonst so seine Tücken. Dazu aber später mehr!
Nach einigen Kilometern entschlossen wir uns die angesteuerte Raststätte zu deutschem Hoheitsgebiet zu erklären und mit einer Nächtigung zu beehren. Auf die wohl mit Abstand widerlichsten Würstchen die ich bisher zu Gesicht bekommen habe wurde aber zu Gunsten der Kücheneinweihung verzichtet.





Wir setzten unsere Reise am nächsten Tag fort und lagen sehr gut im Zeitplan… Bis höhe Oxford, wo der Albtraum seinen Anfang nahm.
The Schrott formerly known as Luuk ging in die Knie. Eine der Schrauben, die die Lichtmaschine halten war abgeschert was eine weiterfahrt zu einem zu großen Wagnis gemacht hätte.





Was tun in einem solchen Moment…. Viel telefonieren und beten stellte sich als angemessen heraus. Wir verbrachten unsere ersten „ruhigen“ Stunden auf der Insel also nicht wie geplant im Pub sonder an einer Böschung liegend mit herrlichem Blick auf die Autobahn.




In dieser Position verharrten wir in etwa eine Stunde und führten gefühlte 20 Telefonate auf unerprobten Englisch mit Truckern und Behörden, bis wir zur nächsten Werkstatt geschleppt wurden. Der Fehler ließ sich zwar binnen kurzer Zeit beheben war aber noch nicht das Ende vom Lied. Schrott brachte es fertig auf dem Weg zurück zur Bahn vollkommen den Geist aufzugeben und uns Orientierungslos an irgendeiner LKW-Haltebucht unserem Schicksal zu überlassen.
Das Spiel ging wieder von vorne los aber diesmal hatte sich der Schwierigkeitsgrad erhöht da wir nicht genau beschreiben konnten wo wir waren und einen Mietwagen brauchten. In all diesen Telefonaten hat sich auch herauskristallisiert das wir wohl nicht in der Lage sind Ortsnamen richtig auszusprechen. Man stelle sich vor das man nur weiß nähe Oxford zu stehen und diesen Namen natürlich ständig gebraucht und jedesmal, egal mit welcher Betonung, wird man aufgefordert ihn zu buchstabieren und sobald man das getan hat sprechen sie den Namen aus UND ES KLINGT GENAU WIE MAN ES AUSGESPROCHEN HAT…. Und das 10mal hintereinander!!
Das waren wohl auch der auschlaggebende Punkte warum es diesmal drei Stunden gedauert hat bis Hilfe kam. Es waren endlose lange drei Stunden und dann plötzlich ging alles Schlag auf Schlag. Wir fanden uns in Oxford wieder, vor uns ein Ford KA und hinter uns der Van…. Eine scheiß kleinere Karre war wohl nicht zu finden! Nun stellte sich die Frage was man retten und was man seinem ungewissen Schicksal im Bulli überlassen soll…. Wir einigten uns dann aufs notwendigste. Die Gepäckverhältnisse waren jedoch so im Ungleichgewicht das außer uns selber diese Nacht kaum etwas den Weg nach Wrexham gefunden hat. 

Samstag, 20.09.2008

Und tschüss




Uff, die Luft knistert regelrecht vor Spannung. in 5 Min.
geht es los. Neben scrap, der schon gesattelt und voll bepackt draußen mit den
Hufen scharrt hat sich nun auch Paulchen mit zu uns gesellt um uns etwas mehr
Platz im Wageninneren zu schaffen. Jetzt schnell noch mal aufs Klo, kurz durch
schnaufen und dann reiten wir los.



Bis dann, man sieht sich in einem Jahr. Der nächste Blogg
kommt über den Ärmelkanal.



 



tschau wir sind raus!





Donnerstag, 18.09.2008

Die Spannung steigt


Die Spannung steigt. Die Abschiedsparty ist gefeiert und scrap, unser Bulli, ist nach langer und schwerer
Krankheit endlich wieder gesund. Die Fähre ist gebucht und die letzten Vorbereitungen dieses
ungemütliche und verregnete Land Richtung Golfstrom zu verlassen laufen
auf Hochtouren. Wir freuen uns auf ein entbehrungsreiches Jahr mit
fettigem Frühstück, schlechtem Weißbrot, fritierten Marsriegeln und
gepumten Bier ohne Kohlensäure. In knapp 2 Tagen geht es los. Aber
bis dahin gibt es noch einiges zu tun.